Brustzentrum

Brustkrebs erkennen, behandeln und heilen, nach diesem Vorsatz arbeitet das Brustzentrum am Marienkrankenhaus St. Wendel nach dem ganzheitlichen Ansatz. Das Brustzentrum wurde im September 2006 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Mit der Re-Zertifizierung in 2009 konnte eine Verlängerung der Gültigkeit des Zertifikats bis Dezember 2012 erreicht werden. Der Anschluss des Zentrums an das Westdeutsche Brustzentrum (WBC) in Düsseldorf sichert die ständige Qualitätskontrolle. Neue operative Behandlungsmethoden, leistungsfähige Strahlentherapie und große onkologische Erfahrung sind die Stärken der Einrichtung.

Früherkennung ist bei der Erkrankung Brustkrebs ein wesentlicher Aspekt für eine bestmögliche Prognose. Die Diagnostik des Brustzentrums bietet alle modernen Optionen der Erkennung und Abklärung. Dazu zählen Ultraschallsonden, Mammographie und auch die Biopsie (Entnahme kleinster Gewebeproben mittels Hohlnadel).

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Vertrauen geben und Ängste nehmen

Je nach Befund erfolgt die Einleitung einer individuellen Therapie. Das genaue Vorgehen wird mit der Patientin ausführlich besprochen. Gynäkologen, Chirurgen, Onkologen und Radiologen arbeiten bei der ganzheitlichen Behandlung eng zusammen. Im chirurgischen Bereich werden vorzugsweise brusterhaltende Eingriffe durchgeführt. Wird eine Chemotherapie benötigt, ist dies sowohl stationär als auch ambulant möglich.

Behandlungsspektrum

Zur Früherkennung und Abklärung und Therapie stehen dem Brustzentrum modernste medizinische Optionen zur Verfügung:

  • Ambulante Abklärung tastbarer und/oder sonographisch darstellbarer Befunde an der Brust mittels sonographisch gesteuerter Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie (Spezielles und ultraschallgesteuertes Verfahren zur Gewebeentnahme)
  • Hochauflösendes Ultraschallgerät mit „Sono-CT“ und 3D-Technologie
  • Modernstes Ultraschallgerät – auch während der OP einsetzbar.
  • Modernes Mammographiegerät
  • Wöchentliche Fallbesprechung in der interdisziplinären Tumorkonferenz mit Kooperationspartnern aus den Bereichen Onkologie, Radiologie und Pathologie
  • Wächterlymphknotenentfernung (Sentinel-Node-Biopsie)
  • Durchführung ambulanter und stationärer Chemotherapie
  • Plastische und wiederherstellende Brustchirurgie mit körpereigenem Gewebe (z.B. Latissimus-Lappenplastik) oder Implantaten
  • Ergänzung der konventionellen Tumortherapie durch ganzheitliche Behandlungsverfahren (z.B. Psychoonkologie-Gesprächskreis und naturheilkundliche Therapie)

Informationen zur Studienteilnahme

für Patientinnen des Brustzentrums St.Wendel

Liebe Patientin,

in vielen Fällen wird Ihnen im Rahmen der Besprechung Ihres individuellen Therapieplanes die Teilnahme an einer Studie vorgeschlagen. Manche schrecken davor zurück, es besteht die Angst, als „Versuchskaninchen“ missbraucht zu werden.

 

Sie sollten jedoch bedenken: Nur über eine Studienteilnahme können national und international Daten und Zahlen gesammelt werden, welche erst die Grundlage für einen möglichst individuellen Therapievorschlag liefern. Nur so kann man als Arzt guten Gewissens eine belastende Therapie wie z.B. eine Chemotherapie empfehlen.

 

Die Durchführung von Studien unterliegt strengen Anforderungen. Das Brustzentrum St.Wendel empfiehlt nur solche Studien, die zuvor alle Prüf- und Kontrollinstanzen durchlaufen haben.

 

Selbstverständlich können Sie die Teilnahme an einer Studie ablehnen – Sie haben immer die Wahl zwischen der derzeit gültigen Standardtherapie und der Studienteilnahme.

 

Einige Studien des Brustzentrums St.Wendel werden bei unseren externen onkologischen Kooperationspartnern durchgeführt (Dr. Schmidt in Neunkirchen bzw. Dr. Kremers in Lebach).

 

Übersicht

Neoadjuvante Therapien

GeparQuinto

Ein Phase III Studienprogramm zur Kombination von Bevacizumab, Everolimus (RAD001) oder Lapatinib mit einer neoadjuvanten Chemotherapie bei primärem Mammakarzinom.

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Adjuvante Therapien

Success-B

Vergleichende Untersuchung einer adjuvanten Gemcitabine-Docetaxel Kombinationstherapie sowie einer biologischen Zieltherapie.

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Success-C

Multizentrische, prospektiv randomisierte Phase III Studie zum Vergleich von FEC-Doc-Chemotherapie versus Doc-C-Chemotherapie, sowie dem Einfluss einer Lifestyle Intervention beim HER2-neu negativen Mammakarzinom.

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OHERA

Beobachtungsstudie zu kardialen Ereignissen bei Patienten mit HER2-neu pos. Mammakarzinom im Frühstadium unter Trastuzumab.

Plan B

Prospektive Phase III Studie für Patientinnen mit HER2-neu neg. primärem Mammakarzinom, hierbei wird das antrazyclinfreie Schema Docetaxel und Cyclophosphamid mit dem EC-Doc Schema verglichen.

COMPACT

Prüfung des Auftretens von Arthralgien und deren Behandlungskosten sowie der Therapietreue im ersten Jahr nach Beginn einer Anastrozoltherapie.

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EvAluate PreFace

Offene, prospektive, multizentrische Phase IV Studie zur Untersuchung des Einflusses von pharmakogenetischen Markern auf die Wirksamkeit und Nebenwirkungsrate bei postmenopausalen, steroidhormonrezeptorpositiven Mammacarcinompatientinnen, die mit Letrozol behandelt wurden.

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Palliative Therapien

Radar

Bestimmung der Effektivität von RAD001 bei Mammakarzinompatienten mit Knochenmetastasierung.

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LEA

Eine multizentrische, randomisierte Studie zur Bestimmung der Effektivität und Sicherheit von Bevacizumab in Kombination mit einer antihormonellen Therapie verglichen mit alleiniger antihormoneller Therapie bei postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom mit Indikation zur Hormontherapie als first-line Behandlung.

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MaDonna

Randomisierte, doppel-blinde Phase II Studie mit Docetaxel + Sorafinib versus Docetaxel + Placebo als first-line Chemotherapie bei Patientinnen mit HER2-neu negativem, metastasiertem Mammakarzinom. 

 


In den letzten Jahren sind Patientinnen u.a. in der PACT-, LEAD- Studie, in der GAIN- und der Evaluate- Studie behandelt worden bzw. werden noch behandelt.

Eine Teilnahme an diesen Studien ist für neue Patientinnen nicht mehr möglich.